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Al-Samar e.V  
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Es fing 1990 in Mali an. Bei einem Aufenthalt in dem Dorf Dioro (Naehe Segou) besichtigte Renate u.a. eine Geburtenstation und erlebte den Tod eines kleinen Maedchens, das auf der Suche nach einer Gelegenheit für die Toilette in ein mit Wasser gefülltes Loch fiel und starb.

All das erzaehlte Renate nach der Rueckkehr ihrer Mutter, einer einfachen Bauersfrau. Die war so entsetzt über die Situation dort und gab ihr 100 DM von ihrer kleinen Rente mit den Worten: „ Es kann doch nicht sein, dass die Frauen ihre Kinder im Dunkeln gebaeren muessen und Kinder umkommen, weil es keine Toiletten in der Schule gibt. Du musst unbedingt was machen“.
Mit diesen 100 DM begann die Geschichte von Al Samar e.V.

Gemeinsam mit ihren Freundinnen organisierte Renate kleinen Bauchtanzveranstaltungen und sammelte Geld fuer eine Solaranlage für dieses Geburtenhaus und finanzierte auch Toiletten in der Schule.

Nach der Eheschließung von Renate und Boukar im Jahre 1994 reisten sie in den Tschad. Sie besuchten sein Heimatdorf Mafaling. Mit 3000 DM begann Al Samar e.V. seine Projekte in diesem Dorf.

Mafaling
Das Dorf Mafaling liegt etwa 270 km von der Hauptstadt N’Djamena entfernt, direkt am Fluss Chari. Mafaling ist sowohl ein Bauern- als auch Fischerdorf.

Auch in der Trockenzeit koennen die Frauen Gaeste mit guter frischer Bio-Mahlzeit verwoehnen.

Die urspruenglichen Bewohner (ca 800) stammen aus dem Volk „Barma,“ bekannt als Baguirmi“. Durch die Projekte von Al Samar e.V.  siedelten sich immer mehr Menschen an, besonders die Nomaden (Peuhl und Arab-Schua). Somit hat sich die gesamte Gesellschaft geaendert. Im Dorf leben nun Muslime, Christen, Atheisten miteinander und zwar friedlich.

Die neuen Siedler handeln mit Lebensmitteln. Wie es in anderen afrikanischen Doerfern ueblich ist, ist diese Handelsbude zum Männer-Treffpunkt geworden.

Das Tourismus-Campement von Al Samar

Renate und Dagmar bei spontanem Feiern mit den Frauen im Dorf Mafaling.

Als Boukar nach einem Besuch bei der alten Frau (Bild unten) nach Hause gehen wollte, entschied sie mitzugehen. "Ich moechte deine Frau kennenlernen. Wie hast du es geschafft, eine weisse Frau zu heiraten?.

"Schade, dass deine Eltern nicht erleben koennen, was ihr im Dorf durchfuehrt", sagte sie und holte ihren Stock.

Zum Markt nach Ba-Illi jeden Samstag gehen, das gehört zu den Handelsaktivitaeten der Bewohner von Mafaling. Menschen, Waren und Tiere, alle muessen mit Pirogen über den Fluss Chari uebergesetzt werden.

Angesichts der Entwicklung des Dorfes haben die Bewohner im Maerz 2010, nach knapp 4 Jahrzenten, einen eigenen Markt eingeführt: Jeden Donnerstag pilgern wiederum Marktlustige aus der ganzen Umgebung nach Mafaling.

Mit Beginn der Al Samar- Projekte war Mafaling wieder in aller Munde. Ploetzlich wurde im Jahr 2006 eine Moschee aus irgendeinem Arabischen Fonds gebaut. Somit erfuellte sich der Wuensch der Bevölkerung eine solide Moschee zu haben.

Diese Menschen (Bilder unten) gehoeren zu dem Aeltestenrat des Dorfes.

Der bescheidende Dorfchef Youssouf

 

 
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