Al Samar e.V.

  • Vorsätze des Jahres 2014 von Al Samar siehe Projekte/Schule
  • Das Motto des Vereins lautet: Hoffnung schaffen, Hoffnung auf ein besseres Leben.

Der Verein Al Samar ist aktiv im Tschad tätig, einem Land, in dem die Mehrheit der Bevölkerung ums Überleben kämpfen muss.

  • Über uns

Al Samar ist ein gemeinnütziger Verein, der soziale Projekte in Entwicklungsländern foerdert. Ziel des  Vereins ist die Verbesserung der Lebensbedingungen der Menschen in diesen Ländern.

Um dieses Ziel zu erreichen, hat Al Samar e.V. folgende wichtige Projekte begonnen: Schule, Krankenstation, Frauenkooperative, Foerderprogramme. Ausserdem finanziert der Verein Brunnen mit Wasserpumpen und Sportmaterial.

  • Geschichte

Es fing 1990 in Mali an. Bei einem Aufenthalt in dem Dorf Dioro (Naehe Segou) besichtigte Renate u.a. eine Geburtenstation und erlebte den Tod eines kleinen Maedchens, das auf der Suche nach einer Gelegenheit für die Toilette in ein mit Wasser gefülltes Loch fiel und starb.

All das erzaehlte Renate nach der Rueckkehr ihrer Mutter, einer einfachen Bauersfrau. Sie war so entsetzt über die Situation dort und gab ihr 100 DM von ihrer kleinen Rente mit den Worten:

 „ Es kann doch nicht sein, dass die Frauen ihre Kinder im Dunkeln gebaeren muessen und Kinder umkommen, weil es keine Toiletten in der Schule gibt. Du musst unbedingt was machen“.

Mit diesen 100 DM begann die Geschichte von Al Samar e.V.

Gemeinsam mit ihren Freundinnen organisierte Renate kleine Bauchtanzveranstaltungen und sammelte Geld fuer eine Solaranlage für dieses Geburtenhaus und finanzierte auch Toiletten in der Schule.

Nach der Eheschließung von Renate und Boukar (siehe Rubrik "Kontakt") im Jahr 1994 reisten sie in den Tschad.  Beide besuchten das Heimatdorf Mafaling von Boukar. Mit 3000 DM begann Al Samar e.V. seine Projekte in diesem Dorf.

  • Das Dorf Mafaling

Das Dorf Mafaling liegt etwa 270 km von der Hauptstadt N’Djamena entfernt, direkt am Fluss Chari. Mafaling ist ein Bauern- und Fischerdorf.

Der kürzerste Weg nach Mafaling: Ankunft jenseits des Flusses und dann wird man mit Piroguen ins Dorf übergesetzt.







Die urspruenglichen Bewohner (ca 800) stammen aus dem Volk Barma, bekannt als Baguirmi. Durch die Projekte von Al Samar e.V.  siedelten sich immer mehr Menschen an, besonders die Nomaden (Peuhl und Arab-Schua). Somit hat sich die gesamte Gesellschaft geaendert. Im Dorf leben nun Muslime, Christen, Atheisten miteinander und zwar friedlich.


Im Dorf wird gefeiert und getanzt. Auch Renate Amine konnte sich nicht raushalten.





Als Boukar nach dem Besuch bei einer alten Frau (Bild 1997 unten) nach Hause gehen wollte, entschied sie sich mitzugehen und sagte: "Ich moechte deine Frau kennenlernen. Wie hast du es geschafft, eine weisse Frau zu heiraten? Schade, dass deine Eltern nicht erleben koennen, was ihr im Dorf durchfuehrt".

Angesichts der Entwicklung des Dorfes Mafaling haben die Bewohner im Maerz 2010, nach knapp vier Jahrzenten, einen eigenen Markt eingeführt: Jeden Donnerstag pilgern wiederum Marktlustige aus der ganzen Umgebung dort hin.




  • Das Dorf Lafana

Im Jahr 2006 begann der Verein Al Samar die Frauenkooperative des ca 15 km von Mafaling entfernten Dorfes Lafana zu unterstützen. Von 2009 bis 2011 übernahm  der Berliner Verein "DFFD" die Projekte. Wegen der Auflösung dieses Vereins zum Dezember 2011 finanziert nun Al Samar e.V. diese Projekte weiter: die Frauenkooperative und die Grundschule. Die  Schüler von Lafana besuchen auch  die Realschule in Mafaling.